Ich habe begonnen, einige Teile der Verkleidung von “Walter” abzuschleifen und zu lackieren. Was für eine Arbeit, wenn die Teile wie bei meiner Schwalbe mit etlichen Lackschichten übertüncht sind!
Hier mal eine Zusammenfassung aller gefundenen Farbschichten: zunächst war “Walter” wohl in “Saharabraun”, also in dem hellen Orangegelb lackiert. Danach erkenne ich ein knalliges 70er-Jahre Orange im Stil von Baustellenfahrzeugen – auch nicht mal schlecht ausgeführt, aber einfach über die Originalfarbe drübergejaucht. Ganz oben drauf gibt es dann eine, offensichtlich mit der Rolle aufgetragene, schlimm aussehende, blaue Schicht. Leider scheinen es alle Vorbesitzer auch nicht für nötig befunden haben, irgendeine Rostvorsorge zu betreiben. Mittlerweile gibt es also alle möglichen Flecken und Roststellen an allen Verkleidungsteilen.
Durch den insgesamt sehr dicken Lackaufbau ist allein das Entlacken eine Sauarbeit. Mit Drahtbürstenaufsatz auf der Bohrmaschine geht es aber relativ gut. Ich weiss, “Negerkekse” (politisch korrekt: Vlies-Schleifscheiben oder CSD-Scheiben) sind eigentlich die bessere Wahl, aber mir einfach zu teuer. Vielleicht werde ich mir dann doch noch mal welche kaufen, wenn ich mit der Aktion weitermache…
Nachdem ich nun den Mitteltunnel und eine Ersatz-Frontmaske entlackt habe und auch mit passablem Ergebnis in meiner Wunschfarbe (RAL 1015) mit der Sprühdose lackiert habe, frage ich mich aber, ob es sich lohnt, bei den anderen Teile ebenso zu verfahren. Der Sprühdosenlack ist einfach nicht so sauber zu verarbeiten und eben auch nicht so widerstandsfähig wie ein 2-K-Lack. Auch die Kosten für die geschätzt 10 Dosen Füllgrundierung und 10 Dosen Decklack sind ja nicht unerheblich, von der Sauerei einmal abgesehen. Und ob dann das Ergebnis wirklich so ist, dass der Aufwand auch zu sehen ist, wage ich dann doch zu bezweifeln.
Wenn jemand also eine günstige und gute Lackiererei in der Gegend um 33378 Rheda-Wiedenbrück kennt, bitte melden!!!