8. Juli 2011
von tloschen
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Ich hatte ja letztes Jahr den Motor überarbeitet und auch die Kupplungsscheiben ausgetauscht. Die bestellten roten Kupplungsscheiben waren aber leider nur nach einiger Nacharbeit zu verwenden. Um die Scheiben in den Korb zu bekommen, musste ich die unsauber gefrästen “Nasen” an der Aussenseite der Kupplungsscheiben nachfeilen, bis die Scheibe in den Kupplungskorb passte. Der viel zu feste Sitz der Scheiben im Kupplungskorb führte sogar dazu, dass mir eine der neuen Kupplungsscheiben beim Einbau gebrochen war. Ich habe dann aus lauter Not eine der alten Scheiben verwendet. Das so eine Arbeit nicht sehr präzise ist, ist ja klar. Wie nicht anders zu erwarten trennte die Kupplung auch nicht mehr sauber, so dass das Schalten nur noch sehr schwer möglich war.
Ich hatte mir dann natürlich auch neue Kupplungsscheiben besorgt (diesmal die weissen, teureren), diese aber aus Zeit- und Lustmangel lange nicht eingebaut. Jetzt vor Kurzem war ich es leid und habe mich endlich an die Arbeit gemacht. Siehe da: diese Scheiben lassen sich auch ohne Bruch und Nacharbeit einbauen! Die Kupplung trennt wieder und alle Gänge lassen sich wieder gut schalten.
Fazit: gerade bei solchen Teilen einfach keine Kompromisse eingehen! Die Kupplung lässt sich nur einbauen, wenn man das Getriebeöl ablässt. Das macht man nicht mal so einfach, da man ja das Öl auch wieder entsorgen muss. So macht man diesen Eingriff erst, wenn wirklich ein Problem auftritt. Baut man dann minderwertiges Material ein, ärgert man sich nur unnötig. Bitte also nur die guten Kupplungsscheiben kaufen.
Leider gibt es bei den bekannten Händlern viel zu viele Billigteile. Oftmals finden sich nicht mal Bewertungen zu diesen Teilen, so dass man beim Kauf nicht wirklich entscheiden kann, welches Ersatzteil wirklich sein Geld wert ist. Im Zweifelsfall rate ich dazu, das “teurere” Teil oder das “Originalteil” zu nehmen. Und mal ehrlich – selbst die teureren Teile sind ja immer noch recht günstig, oder?