Motor regenerieren Teil 3

So, endlich geht es weiter…
Dann konnte ich endlich den zweiten Anlauf starten (nach der Lieferung einer passenden Mitteldichtung), ging es mit der Regeneration weiter. Das Getriebe stellt einen eigentlich vor keine zu großen Aufgaben. Am besten richtet man sich da nach der doch recht guten Beschreibung aus dem Simsonforum (für den Motortyp M53).

Folgende Tipps kann ich noch dazusteuern:
– um das Lager der Getriebewelle in der linken Motorseite zu tauschen habe ich einen provisorischen Ausdrücker aus einem Stück Rohr, großen Unterlegscheiben und einer M6er Schraube mit entsprechenden Muttern gebastelt. Die Mutter und eine U-Scheibe lässt man in den Tunnel des Kupplungsausdrückers fallen, schiebt von der anderen Seite die Schraube durch das Rohr und zieht dann das Lager heraus. Das Rohr muss natürlich einen größeren Innendurchmesser als der Aussendurchmesser des Lagers haben.

– anstelle des „Heizpilzes“ habe ich passende Steckschlüsseleinsätze (Nüsse) auf der Herdplatte erhitzt und anschließend in die Lager gesteckt – ging ganz gut. Die Methode mit der Heizpistole funktioniert bestimmt aber auch sehr gut.

– Das Spannen der Kickstarterfeder muss in der richtigen Richtung erfolgen, ein sicherer Anhaltspunkt ist aber, dass sich die Feder „glatt“ zusammenzieht und nicht merkwürdig aus der Bahn gerät.

– Die Kickstarterfeder kann beim Zusammenbau sehr leicht wieder herausspringen. Wichtig ist, dass der Motor hoch genug und sicher fixiert liegt, so dass die Kickstarterwelle unten nicht zufällig auf Widerstand stößt. Ansonsten klopft man von oben auf die linke Motorhälfte und drückt von unten (bei Widerstand) auf die Kickstarterwelle, so dass die Feder wieder herausspringt. Also, achtet auf ausreichend Platz unter der rechten Motorhälfte.

– Ich habe leider viel Zeit damit verbracht, die Kupplung richtig zusammenzusetzen. Dummerweise habe ich den Ausdrückteller oben verkehrt herum eingesetzt, so dass die Kupplung nicht trennen konnte. Insgesamt habe ich die Kupplung viermal auseinander genommen, bevor mir endlich aufgefallen ist, dass das Teil verkehrt herum sitzt.

Autor: tloschen

Geboren 1967 in Oldenburg(OL) wohne ich seit 1993 in Rheda-Wiedenbrück. Neben meiner Arbeit als Grafik-Designer male ich, fahre Rad, jogge und schraube an Autos und meiner Simson Schwalbe. Hier berichte ich über meine Erfahrungen mit dem Moped und seiner Restauration.

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